CselleyMühle

Kultur - Aktionszentrum

Taubenkobel

CSELLEY MÜHLE
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info@cselley-muehle.at

MARIO DALPRA

Datum: Sonntag, 9. Oktober 2016
Beginn: 11:00 Uhr
Location: Galerie
Eintritt frei

Kunstbrunch & Vernissage: 11:00-
Wir freuen uns über ihre Anmeldung (info@cselley-muehle.at)
Eröffnung und einführende Worte CARL AIGNER

Ausstellung bis 01.11.


Wir nähern uns dem Künstler über seine Arbeit. Ganz wie diese ist er verschiedenen Kulturen verpflichtet. Dass er in so grundverschiedenen Ländern wie Österreich und Indien lebt und arbeitet, befremdet uns nicht, wenn wir seine Arbeiten betrachten. Auch dass er nicht nur skulptural arbeitet, sondern sich auch als Maler, Zeichner, Musiker, Film- und Performancekünstler einen Namen gemacht hat, überrascht uns nicht wirklich. Seine vielseitigen Begabungen ermöglichen es ihm, Weltkunst im besten Sinne zu schaffen, die überall auf der Welt zu Hause ist. Im Zeitalter der Globalisierung besetzen seine Arbeiten ein Terrain, das vor kurzem erst erschließbar geworden ist.
Seine Malerei ist kaum greifbarer als die Skulptur, und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen.
Mario Dalpra inszeniert mit Lust Situationen, die den Kunstfreund an seine Grenzen führen. Darf der das? Antwort: Ja, der darf das. Kanonische Festlegungen sind dem Künstler zuwider, daher kommen ihm Arbeiten gerade recht, die nicht in einen wie auch immer gearteten Kontext passen. Die bewusste Kontextvermeidung ist eine seiner künstlerischen Strategien, seine Kunst ist ein Laboratorium, in dem fast alles denkbar ist
Beinahe wie in einem Bilderbogen (nur chaotischer, oder besser: simultan) durchdringen sich da menschliche Figuren, Fauna, Flora und Texte, die in einem gewaltigen All-Over Geschichten erzählen, die sich der Betrachter selbst ausdenken muss. Auch in der Malerei finden wir die Fülle des Lebens vor, Reales, Phantastisches, Undenkbares und Traumhaftes. Wie im Traum überlagern sich die Erzählstränge und der Betrachter sieht sich unversehens vor die Aufgabe gestellt, diese Ariadnefäden zu entwirren. Dabei stößt man naturgemäß wie im Labyrinth auf tote Enden, endlose Verzweigungen, und ob es einen Ausgang gibt, ist mehr als ungewiss. Erstaunlicherweise vermitteln die Gemälde eine Tiefe abseits zentralperspektivischer Bildwelten.
Wie Hieroglyphenerzählungen begegnen uns diese Arbeiten, voller Erzählerlust, voller unerwarteter Wendungen und Überraschungen, sicherlich verstehbar, aber nicht unbedingt im Einzelnen entzifferbar. Und das ist das Wunderbare an dieser Arbeit: Wir dürfen den Kosmos des Künstlers darin entdecken und am Ende vielleicht uns auch selbst wiederfinden.  (aus einem Text von Martin Stather)

 

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