CselleyMühle

Kultur - Aktionszentrum

Taubenkobel

CSELLEY MÜHLE
7064 Oslip, Sachsenweg 63
Tel +43 2684 2209
Fax +43 2684 2209 14
info@cselley-muehle.at

ROBERT SCHNEIDER

Datum: Samstag, 10. August
Beginn: 00:00 Uhr
Location: Galerie
Eintritt frei

Ausstellung bis So. 18.08.19

Zu sehen zu den Öffnungszeiten der Cselley-Mühle - Fr. Sa. ab 17:00 / So. ab 14:00, oder nach telefonischer Vereinbarung - 02684 2209


Robert Schneider
geb. 30.01.1950 – starb am  13.04.2019 
Keramiker , Musiker und Tonkünstler, Reparateur, Querdenker, Philosoph,
Geschäftsführer- Motor und Seele der Cselley Mühle

 

Seit 1971 diverse Arbeiten in öffentlichen Gebäuden:
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder,
Landes Krankenhaus Kitsee,
Wiener Börsengebäude Ringstraße,
Dorfbrunnen Gemeinde Schützen Geb.,
Gemeindewappen Neudörfel /Leitha


1976 Gründung der Cselley Mühle Kultur Aktionszentrum in Oslip.
Diverse Ausstellungen im In und Ausland
 

Seine Themen waren:
Der Riss, die Verschmelzung, die Prägung, Skulptur und Licht, Klanginstallationen


Der Geist - Die Kreativität – Das Handwerk
Das sind drei grundlegende Begriffe, die die Säulen künstlerischen Schaffens ausmachen. Deutlich sieht man sie im künstlerischen Oevre des R. Schneider.
Seine Arbeiten strahlen ein enormes kreatives Potential aus, lassen handwerkliche Geschicklichkeit erkennen und sind stets von einer Art philosophischer Gedanklichkeit getragen, über die sich Robert Schneider selbst ausführlich zu erklären vermochte.
So war der „Riss“,  den er in so manchen Arbeiten ausreizte, ein wichtiges Thema in seiner künstlerischen Inhaltlichkeit. Dem gegenüber stand die „Verschmelzung“. Beide Begriffe entstanden aus der tiefen und intensiven Auseinandersetzung mit jenem Material, das die Grundlage seiner beruflichen Ausbildung war, der Ton.
Robert Schneider hat sich an diesem Material nicht nur in konventioneller Art abgearbeitet, sondern ist in seinen künstlerischen Ambitionen tief in die Materie und das Wesen des Tons eigedrungen. So führte er in der Verschmelzung den gebrannten Ton durch hohe Erhitzung wieder zurück in einen flüssigen Zustand – er zeigte uns damit den Aspekt der Veränderung von einem Aggregatzustand in den anderen. Eine Metapher
die uns in unserem Dasein konstant begleitet. Ebenso der Riss, als ein Symbol für Spannungen, Trennungen und Brüche, die wir erleben.
Den Riss in der Keramik zur Kunst zu machen erscheint im ersten Moment paradox, weil es doch der Alptraum eines jeden Keramikers ist, aber gerade da wo etwas als nutzlos erscheint und dennoch mit Sinn erfüllt wird, wird es zur Kunst – genau das hat R. Schneider gemacht. Vergleichbar mit dem berühmten italienischen Avantgardekünstler Lucio Fontana der mit seinen Schnittbildern weltberühmt wurde, indem er zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dem Futurismus zugewandt, zumeist monochrome Bilder mit Schnitten und Löchern perforierte.
R. Schneider betonte zusätzlich den Riss indem er ihn hinterleuchtete, wie übrigens auch Fontana,  und verlieh ihm dadurch einen zusätzlichen dramaturgischen Effekt. Mit Licht und Schatten zu spielen war bei seinen Arbeiten eine wichtige Komponente und führte zu zahlreichen Lichtobjekten, die er kreierte.
Die Subtilität von Licht und Schatten führte ihn auch zu den grafisch dominierten und interessanten Arbeiten, den „Prägungen“. In diesen zeigt R. Schneider Sensibilität und Zartheit im Umgang mit den Gegenständen, wenn er Versatzstücke aus verschiedenen Materialien auf Karton presst. Dabei schafft er einfache grafische Formen in zarter Farbigkeit und Struktur. Auch hier spannt er den Bogen zu unserem Dasein – gezeichnet und geprägt durch das Leben.
Das Interessante bei all den Arbeiten ist auch die Tatsache, dass R. Schneider selbst auch bei den Prägungen auf Karton immer der Dreidimensionalität, also der räumlichen Körperhaftigkeit verbunden bleibt.
                                                                                                         Horwath Wolfgang

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