CselleyMühle

Kultur - Aktionszentrum

Taubenkobel

CSELLEY MÜHLE
7064 Oslip, Sachsenweg 63
Tel +43 2684 2209
Fax +43 2684 2209 14
info@cselley-muehle.at

 

In Memoriam Sepp Laubner

Am 18. September verstarb Sepp Laubner nach schwerer Krankheit. Sepp hat wie kein anderer die burgenländische Kunst- und Kulturszene geprägt. Mit der Cselley-Mühle gründete er vor 44 Jahren, gemeinsam mit dem im letzten Jahr verstorbenen Robert Schneider, ein für das Burgenland und weit über die Landesgrenzen hinaus unersätzliches und renommiertes Kultur- und Aktionszentrum, einen Ort dem viele Generationen verbunden sind.
Sepp Du wirst uns fehlen!

„Der Standard“ Kolumnist Wolfgang Weisgram

Postscriptum: Was Sepp Laubner gewesen ist – ein wegweisender, wuchtiger, ruhiger, quirliger, zarter, lauter, leiser Maler – ist ausführlich und kenntnisreich schon gewürdigt worden. Mir war er darüber hinaus auch wie ein Wegweiser. Hinein in ein offenes, weites, spannendes, aus sich selber heraus tuendes – und nicht bloß suderndes – Burgenland. Er war mir auch ein Wegweiser in ein Leben im Sprachgrenzraum. Festömüvész sagte er zuweilen zu sich selber. Er, der sich nicht nur in und mit der Cselley-Mühle heimisch gemacht hat im Krowodischen, war zum Beispiel einer der begnadetsten Interpreten von Peter Hammerschlags „Ungarischer Schöpfungsgeschichte“. Und er war ein Wortschöpfer sogar im Ungarischen. Auf einem Skikurs hat er sich – so erzählte er mir vor Zeiten – mit Soproner Kollegen durch unser aller Sprachen geblödelt. Und so kamen sie gemeinsam vom tschechischen proušoustat übers derbe Wienerisch bis zu einem Wort, das es gar nicht gibt. Immer, wenn ich es ausspreche – cipőzni – werde ich seine lächelnde Stimme im Ohr haben. Das nämlich war der Sepp Laubner: Er konnte nicht nur beim Reden lächeln. Sondern durchs Reden. Und das vermisse ich jetzt schon.

Beitrag ORF Burgenland von Silvia Freudensprung-Schöll

 

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